Heilpraktikerpraxis Psychotherapie
Mein Angebot
Sterbebegleitung
Trauerbegleitung
Neue Trauergruppen
Hypnose
wingwave®-Coaching
Healing Touch
Klangmassage
Aktuelles
Über mich
Kontakt
Links
Impressum

Jede Trauer braucht ihren eigenen Weg

 
Es gibt weder einen richtigen, noch einen falschen Weg im Umgang mit Trauer. Jeder von uns muss seinen/ihren eignen Weg finden!

Trauer durchdringt die harten Schichten unseres Selbstschutzes, taucht hinein in Schmerz, Angst und Verzweiflung - bei Trauer gibt es keine Abkürzung, da muss man mitten durch. Manche sagen, dass die Zeit heile, dass ist aber nur die halbe Wahrheit, Zeit heile nicht alleine, jeder muss einen Weg, oder Wege finden, aus diesem Erlebnis etwas neues Positives entstehen zu lassen, womit er/sie weiterleben kann.

Oft lassen Schock und Fassungslosigkeit gar Schuldgefühle und starkes Bedauern entstehen - und wir verurteilen uns selbst gnadenlos. "Ich wünsche ich hätte mehr zeit für ihn genommen". "Ich wollte in dem Moment da sein, als sie starb". " Ich hätte noch so viel sagen wollen" - und und und

Es ist eine sehr schmerzvolle Zeit, die Monate, sogar Jahre andauern kann. Das Leben wird nie wieder wie es war, es wird aber anders. Bei schwierigen Entscheidungen, oder in Momenten, die wir mit einem anderen Menschen teilen mächten, die fehlende Gespräche, in solchen und ähnlichen Situationen ist die Lücke, die ein geliebter Mensch hinterlassen hat, unendlich groß! Ein Mann verliert nicht einfach seine Ehefrau, sondern sie war diejenige, die die Kämpfe mit den Kindern ausgefochten hat, sie war diejenige, die sich um alles gekümmert hat, sie war diejenige, die uns mit Liebe und Zärtlichkeit berührt hat! Wenn unsere Eltern sterben, nehmen wir ihren Platz ein, sie waren bis jetzt der Puffer zwischen uns und dem Tod und plötzliche werden wir auch unserer eigenen Sterblichkeit bewusst, wir haben niemanden mehr, zu dem wir gehen können. Wenn wir ein Kind verlieren, bleibt die Zeit stehen. Dieser Schicksalsschlag trifft einen wie ein Keulenschlag!

"Wenn Deine Eltern sterben, verlierst Du Deine Vergangenheit; wenn Dein Kind stirbt, verlierst Du Deine Zukunft". (Elliot Luby)

Es kann sehr schwierig sein, den Verlust eines Menschen zu akzeptieren - die Annahme kann sehr viel Zeit beanspruchen. Viele Trauernde sind erschöpft, sind appetitlos und sehen keinen Sinn mehr im Leben. Sie erleben Zorn, Verzweiflung, Depression, sie haben jegliche Lust am Leben verloren. Diese vielfältigen Gefühle gehören zur Trauer dazu. Es tut immer gut von diesen Gefühlen mit verständnisvollen Mitmenschen zu reden, womöglich kann es notwendig sein, dass sie selbst die Initiative greifen, und andere wissen lassen, dass sie aber den geliebten Menschen reden möchten. Außenstehende wissen einfach oft nicht wie sie reagieren sollen.

Trauer ist, wie das Sterben und der Tod selbst, stets ein höchst individueller Prozess und jeder Mensch reagiert darauf anders. Es ist aber auch wichtig, sich selbst zu erlauben, zu trauern und sich selbst auch zu erlauben, sich etwas Gutes zu tun.

 
"Gib Worte Deinem Schmerz. Gram, der nicht spricht,
presst das belad`ne Herz bis dass es bricht". (Shakespeare)


Trauer ist wie ein Bach, der durch unser Leben fließt. Unser Trauer dauert unsere restliche Lebenszeit. Trauer ist auch eine Zeit der Erneuerung. Sie ist nicht eine Rückkehr zu dem Leben, wie es vor dem Tod war. Du kannst nicht zurückkehren, du bist jetzt eine andere Person, verändert durch die Reise durch die Trauer. Du musst versuchen, das Leben wieder zu umarmen und dich lebendig zu fühlen. Und dabei beginnt die Rüstung um unseren Herz zu schmelzen. Wir bauen eine neue innere Beziehung zu der verstorbenen Person auf, und dies erlaubt uns wieder in unser eigenes Leben zu investieren.